Nach siebeneinhalb Jahren ist Schluss. Natürlich nicht für immer. Am 1. Juni geht’s in einer neuen Firma mit hoffentlich mehr Entfaltungsmöglichkeiten weiter.

Natürlich ist mir der Spruch der älteren Kollegin aus meinem ersten festen Job wieder eingefallen, als ich dort nach zwei Jahren gefrustet kündigte, dass ich mich selbst überall hin mitnehme. Der fällt mir jedes Mal ein, wenn ich die Schnauze voll habe und mich wieder in den Bewerbungsmarathon stürze.
Ich weiß nicht, ob sie damals damit meinte, dass ich etwas konfliktscheu bin, mir alles zu sehr zu Herzen nehme und wenn mir und meiner Arbeit Lob und Anerkennung fehlen, mein Selbstwertgefühl irgendwo unter dem Teppich herumkriecht?
Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass mir der Austausch und das Feedback im Team gefehlt haben und darauf freue ich mich: mit mehr als zwei Einzelkämpfern zu arbeiten.
Die Tasse habe ich in der alten Firma gelassen.
(Und ja: für Leute wie mich wurden diese ganzen Selbstbehauptungs-Selbstvermarktungs-Karriere-Ratgeber geschrieben, aber ich lese sie trotzdem nicht.)
