So viel Zeit muss sein. Es ist selten genug, dass ich in ein Konzert gehe; dann kann ich auch darüber berichten.
Die Tonhalle war zu etwas über die Hälfte gefüllt. Da wir sehr früh da waren, standen wir ganz vorne.
Die Vorgruppe waren „The Submarines“. Wie bereits geschrieben, haben die mir sehr gut gefallen.
„The Submarines“ besteht aus Blake Hazard und ihrem Gatten John Dragonetti. Sie wurden von einem namenlosen Drummer begleitet, der aussah wie der junge Paul Breitner.
Der Funke zum Publikum sprang gleich über. Frau Hazard, die sehr mädchenhaft wirkt, bedankte sich artig auf deutsch und versuchte ab und zu einen Songtitel auf deutsch zu übersetzen.
Ein Aufkleber auf ihrer Gitarre und sein T-Shirt verrieten deutlich, für wen sie vor ihrer Abreise in den USA gewählt hatten – hey, es war Wahlnacht und sie waren sehr aufgeregt, ob ihr Kandidat, Obama, es schaffen würde.
Besonders beeindruckt war Blake von ihrer ersten Fahrt auf einer deutschen Autobahn – sie fand es wohl sehr schnell. Ich dachte, da sind überall Baustellen und man kommt nicht voran?
Die Musik von den Submarines ist melodisch und sehr eingängig. Blake Hazard übernimmt hauptsächlich das Singen, beide spielen Gitarre und John hatte noch ein Dings zu Füßen liegen, dem er elektronische Sounds entlockte.
Zwischen dem Support und Aimee Mann lagen dann leider quälende 45 Minuten; nochmal Soundcheck, und ein Mikro wollte nicht. Da wurde getauscht, Kabel neu gezogen, Test-Test-Test … endlich.
Das Publikum begrüßte Aimee Mann begeistert, die in Jeans, Doc Martens, Bluse, Weste und Krawatte auftrat und kräftig in die Saiten ihrer Klampfe griff. Aber die Dame ist des Lächelns leider nicht mächtig. Ich weiß nicht, ob sie enttäuscht war, dass so wenige Leute da waren oder ob das ihr allgemeiner Gesichtsausdruck ist.
Einer Besprechung des Konzerts vom 24.10. in London entnehme ich, dass sie dort mehr mit dem Publikum interagiert hat und sogar richtig gelacht wurde. Vielleicht ist es ja einfach die (angenommene) Sprachbarriere, die sie daran hinderte, etwas mehr zu sagen als die Songtitel und „Dankeschön“.
Die Musik war 1A, daran gibt es nichts zu meckern. Aimee Mann wurde bei der Arbeit von vier Herren unterstützt: einem Drummer, zwei Tastenakrobaten, die die Hammondorgel, das Keyboard, das Klavier und ein Wurlitzer Electric Piano bedienten und einem Bassisten, der außerdem sang und das zweite Wurlitzer Piano bediente.
Aimee und ihre Mannen (scnr) brachten nicht nur Lieder aus ihrem neuen Album @#%&*! Smilers zu Gehör, sondern auch von den älteren Platten Bachelor No. 2 und aus dem Soundtrack des Films Magnolia.
Insgesamt klang die Live-Performance kräftiger und knackiger – mit mehr Schmackes, um es salopp zu sagen – als die Songs auf den CDs.
Leider war nach etwas mehr als einer Stunde und zwei Zugaben plus einem deutschen Abschiedslied Schluss.
Die Fotos sind mit dem Handy gemacht, deswegen keine besonders tolle Qualität.
Die Submarines haben übrigens auch ein Blog, das aber leider nicht ganz aktuell ist.
Update: und in der Überschrift musste es natürlich 4.11.2008 heißen
am 04.12. – also heute – ist nämlich „Get well soon“ in München *freu*
[...] wundere mich, dass mein Bericht über das natürlich schon am 04.11.(!!)2008 stattgefundene Konzert von Aimee Mann in den letzten [...]
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